Die wichtigsten Regelergänzungen zur deutschen Rechtschreibung


Das sind zusammengefasst die wichtigsten Präzisierungen und Ergänzungen, die im Juni 2004 von der Kulgetusministerkonferenz für das Regelwerk der deutschen Rechtschreibung beschlossen wurden.

Regeländerungen (gültig ab 1.8.2005)

 

Getrennt- und Zusammenschreibung

Die Liste der Partikel, die trennbare Zusammensetzungen mit Verben bilden können, wird um die folgenden Adverbien ergänzt: dahinter-, darauf-/drauf-, darauflos-/drauflos-, darin- /drin-, darüber-/drüber-, darum-/drum-, darunter-/drunter-, davor-, draus-, hinter-, hinterdrein-, nebenher-, vornüber-. Neben die bisher allein korrekte Getrenntschreibung der Verbindung Leid tun tritt die Schreibvariante leidtun (in Distanzstellung: es tut mir leid). Beides ist also jetzt möglich. In Wortverbindungen mit einem adjektivisch gebrauchten Partizip als zweitem Bestandteil wird die Schreibung weitgehend zur Wahl gestellt: Fleisch fressende/fleischfressende Pflanzen, eine so genannte/sogenannte Supernova.

Schreibung mit Bindestrich

Verbindungen aus Ziffern und dem Wortbestandteil -fach können neu auch mit Bindestrich geschrieben werden: 8fach/8-fach, das 8fache/8-Fache. Beide Varianten sind nun erlaubt.

Groß- und Kleinschreibung

In einer Reihe fester Wortverbindungen aus Präposition und dekliniertem Adjektiv (ohne vorausgehenden Artikel) ist neben der Kleinschreibung neu auch die Großschreibung des Adjektivs erlaubt: von neuem/Neuem, von weitem/Weitem, bis auf weiteres/ Weiteres, ohne weiteres/Weiteres, seit längerem/Längerem, binnen kurzem/Kurzem. Beides ist nun erlaubt. Im fachsprachlichen Gebrauch können Adjektive, die mit dem folgenden Substantiv einen Gesamtbegriff bilden, großgeschrieben werden: Gelbe Karte, Goldener Schnitt, Kleine Anfrage. Auch hier sind also beide Varianten zugelassen: Die Groß- und Kleinschreibung.

Schreibvarianten

Bei Schreibvarianten vom Typ Geographie/Geografie (Fremdworteindeutschung) soll es künftig keine ausdrückliche Unterscheidung mehr zwischen Haupt- und Nebenvariante geben, beide Schreibweisen gelten als völlig gleichberechtigt. Im amtlichen Wörterverzeichnis sollen allerdings die neuen Schreibungen immer an erster Stelle gezeigt werden.

                                                                          Quelle: Duden

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