Das sollten Sie in Ihrer Mitteilung über den Personalwechsel nach einer Kündigung beachten


Gratis-Download: Das sollten Sie in Ihrer Mitteilung über den Personalwechsel nach einer Kündigung beachten

So teilen Sie Ihrer Belegschaft die Kündigung eines Kollegen schriftlich mit

Ihr Chef musste einem Mitarbeiter verhaltensbedingt kündigen, zum Beispiel, weil er das Verbot, am Arbeitsplatz Alkohol zu sich zu nehmen, mehrmals missachtet hatte. Dann haben Sie folgende Möglichkeiten, die Belegschaft über die Kündigung zu informieren:

Möglichkeit 1: Sie sagen noch nicht einmal, von wem die Kündigung ausging, sondern formulieren so: „Herr Müller hat unser Unternehmen verlassen.“

Möglichkeit 2: Sie erwähnen die Kündigung, verschweigen aber deren Grund:
„Herr Kurze hat unser Unternehmen auf unseren/seinen Wunsch
hin verlassen.“

Möglichkeit 3: Sie erwähnen die Kündigung, deuten aber an, dass den Mitarbeiter selbst die Schuld daran trifft: „... hat von uns eine verhaltensbedingte Kündigung erhalten.“

Die erste Variante wählen Sie, wenn Sie Geschäftspartner und Kunden über den Personalwechsel informieren ohne gleich das Wort „Kündigung“ zu verwenden.

Denn: Ein Arbeitnehmer, der am Arbeitsplatz trotz Verbot Alkohol trinkt, ist kein gutes Aushängeschild für das Unternehmen, das sollte man vor Kunden daher nicht erwähnen.

Gegenüber Mitarbeitern können Sie – sofern es Ihnen angemessen erscheint – ein wenig mehr mit der Wahrheit herausrücken.

Besonders wenn Sie das Gefühl haben, die Gerüchteküche kocht sonst eine ganz andere Geschichte rund um die Kündigung zusammen, zum Beispiel die vom bösen Chef, der dem hilflosen Angestellten aus purer Bosheit kündigt.

Dennoch: Den eigentlichen Kündigungsgrund (Alkohol am Arbeitsplatz) verschweigen Sie besser, wie in den Textbeispielen 2 und 3. Er gehört nicht in eine schriftliche Mitteilung.

Nach Unstimmigkeiten geht die Kündigung vom Mitarbeiter aus

Wenn der Mitarbeiter gehen will, nachdem es Unstimmigkeiten zwischen ihm und Vorgesetzten, Kollegen oder der Geschäftsleitung gegeben hat, brauchen Sie sich nicht lange damit aufzuhalten, die Kündigungsgründe darzulegen.

Eine empfehlenswerte Formulierung lautet:

 

  • „Herr XYZ wird zum 1. August dieses Jahres auf eigenen Wunsch das Unternehmen verlassen. Wir danken ihm für seine Mitarbeit und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute.“

Expertinnen-Tipps, Musterbriefe, Argumentationshilfen sowie Lösungen und neue Herangehensweisen für jegliche Assistenzaufgabe lesen Sie in der Fachzeitschrift: "assistenz heute". Sichern Sie sich jetzt Ihr kostenloses Test-Paket!