Welche Sünden Sie in Ihrer Kommunikation auf jeden Fall vermeiden müssen


Sie können sich gelegentlich nicht durchsetzen? Sie tun sich schwer, andere von Ihren Ideen zu überzeugen? Sie möchten ernst genommen werden?

Der Beitrag "Rhetorik, richtig kommunizieren" aus dem Sekretärinnen Handbuch verrät Ihnen, welche Sünden Sie in Ihrer Kommunikation vermeiden müssen, damit Sie ab sofort souveräner kommunizieren und von Kollegen, Geschäftspartnern und Ihrem Chef ernst genommen werden.

Finger weg von Füllwörtern in der Kommunikation

Warum "verweichlichen" Frauen so gerne Ihre Aussagen? Frauen sind tendenziell vorsichtig mit dem, wie sie kommunizieren. Durch klare Aussagen befürchten Sie, Harmonie zu zerstören. Sie wollen durch Ihre Kommunikation niemanden vor den Kopf stoßen oder verärgern. Deshalb verpacken Sie Ihre Aussagen in Watte. Die Aussagen verlieren an Wirkung und Frauen selbst an Überzeugungskraft.

Viele Frauen tendieren dazu, die Aussagen Ihrer Kommunikation durch Füllwörter zu verwässern. Typische Füllwörter in dieser Form der Kommunikation sind:

  • eigentlich
  • ganz
  • halt
  • irgendwie
  • vielleicht

Typische Sätze hören sich dann so an:

  • "Eigentlich würde ich gern Feierabend machen."
  • "Ich finde es irgendwie unfair, dass ..."
  • "Ich habe mir halt überlegt, ob ..."

Vermeiden Sie in Ihrer Kommunikation "inkompetente Wörter"

Die folgenden Wörter lassen Ihre Kommunikation unprofessionell erscheinen. Die Wörter sind unsachlich und für die Geschäftssprache nicht geeignet.

  • klasse
  • komisch
  • megaschön
  • super
  • superschön
  • toll
  • total
  • echt

Besonders schlimm ist es, wenn Sie in Ihrer Kommunikation "inkompetente" Wörter und Füllwörter kombinieren.

Beispiel:"Irgendwie fände ich es ganz schön, wenn wir das aus der Welt schaffen könnten."

Kommunizieren Sie nicht drum herum

"Ich hätte gern eine Gehaltserhöhung." Dieser Einstieg in ein Gehaltsgespräch erscheint vielen als zu hart.

Lieber beginnt frau ihre Kommunikation mit etwas Unverfänglichem: "Ich bin ja jetzt schon seit drei Jahren hier, und ich habe den Eindruck, dass Sie zufrieden mit mir sind." Was soll das werden? Ein Gespräch über die bisher mehr oder minder angenehme Zusammenarbeit? Mit so einer Form der Kommunikation strapazieren Sie die Geduld Ihres Gegenübers und büßen an Kompetenz ein.

Nur Mut zu einer direkten Kommunikation: also nicht fragen, sondern sagen

Frauen erteilen ungern Befehle, oder zumindest sagen Sie ungern das, was sie für Befehle halten. Statt zu sagen, was sie gern hätten, fragen sie danach. Männer hingegen sagen tendenziell genau das, was sie meinen und möchten.

So nicht:
Sie zum Auszubildenden: "Kopieren Sie die Unterlagen dann auch?"
Auszubildender: "Nee, ich habe zuerst noch ein paar andere Sachen zu tun."

Sie wollten, dass der Auszubildende die Unterlagen sofort kopiert. Das haben Sie aber nicht kommuniziert. Dadurch, dass Sie es als Frage formuliert haben, hat er es auch als Frage verstanden. Der Auszubildende dachte, er hätte die Wahl.

Besser so:
"Bitte kopieren Sie mir die Unterlagen sofort. Ich brauche sie dringend. Danke schön."

Beginnen Sie Ihre Kommunikation positiv

Stellen Sie sich vor, Sie haben eine tolle Idee. Und Sie möchten Ihren Chef oder einen Kollegen für Ihre Idee begeistern. Dann müssen Sie das geschickt anstellen.

In der Praxis sieht der Begeisterungswunsch sehr oft so aus:

  • "Ich weiß, der Zeitpunkt ist ungünstig, ..."
  • "Wahrscheinlich sagen Sie sowieso, das geht nicht ..."
  • "Es ist bestimmt eine blöde Idee, aber könnte man nicht mal versuchen, ob ..."

Wenn Sie Ihre Überzeugungsarbeit so beginnen, sind Ihre Aussichten auf Erfolg schlecht. Denn durch diese negative Einleitung sorgen Sie erstens für negative Stimmung, und zweitens signalisieren Sie mit dieser Form der Kommunikation, dass Sie selbst nicht ganz von Ihrer Idee überzeugt sind.

Greifen Sie lieber zu diesen Formulierungen, wenn Sie andere von Ihren Ideen überzeugen möchten:

  • "Was halten Sie von folgender Idee ...?"
  • "Mein Vorschlag ist folgender ..."
  • "Ich habe mir Gedanken gemacht zu ... Wie sehen Sie das?"

Welche Auswirkungen negatives Gemecker auf Ihre Kommunikation hat, lesen Sie in Das Sekretärinnen Handbuch im Kapitel R71 "Rhetorik, richtig kommunizieren" ab Seite 14.