So wehren Sie sich erfolgreich gegen Manipulationsversuche Ihrer Kollegen


Gratis-Download: So wehren Sie sich erfolgreich gegen Manipulationsversuche Ihrer Kollegen

Manche Kollegen versuchen, ihre Ziele durch Manipulation durchzusetzen. Sie sollen ihre Position unterstützen, eine bestimmte Handlung vornehmen oder Informationen herausgeben. Viel später erst merken Sie, dass Ihre Kollegen mit unfairen Mitteln getrickst haben, und fühlen sich zu Recht ausgenutzt und betrogen. Damit Ihnen das nicht (mehr) passiert, sollten Sie zunächst die zwei Arten der Manipulation kennen.

1. Manipulation durch Ausgrenzung

Diese Form der Manipulation zielt darauf ab, Druck auf Sie auszuüben: Wenn Sie nicht zustimmen, dann passiert etwas Negatives. Ihre Kollegen wollen die Angst in Ihnen schüren, nicht mehr dazuzugehören. Kommunikationsbeispiel: "Der Vorschlag ist gut durchdacht, das können Sie mir glauben. Alle anderen haben bereits zugestimmt. Sie wollen doch sicher auch, dass wir weiterhin harmonisch im Team zusammenarbeiten, oder?"

2. Kollegen schmeicheln Ihnen, um Sie zu manipulieren

Bei den ungeschickteren Kollegen merken Sie sofort, dass etwas nicht stimmt. Die Komplimente klingen plump. Mimik und Gestik verraten Ihnen, dass das Gesagte nicht ernst gemeint ist. Es gibt allerdings auch Kollegen, die sich äußerst charmant präsentieren. Sie wirken glaubwürdig, weil sie auch sonst jederzeit gute Manieren zeigen und nie ausfallend werden. Vor diesen Kollegen müssen Sie sich besonders in Acht nehmen. Denn Sie merken die Manipulation manchmal erst viel zu spät.

Praxisbeispiel: Sie unterhalten sich mit Ihrem Kollegen. Er möchte eine Zustimmung von Ihnen. Sie zögern, weil Sie dabei kein gutes Gefühl haben. Das Gespräch ist beendet. Er verlässt Ihr Büro und sagt ganz nebenbei: "Steht Ihnen übrigens gut, Ihre neue Frisur." Etwas später kommt er unter einem Vorwand erneut in Ihr Büro. Nachdem auch diese Angelegenheit besprochen ist, greift er den ersten Fall noch einmal auf und sagt wieder ganz nebenbei beim Verlassen Ihres Büros: "Bleibt es dabei, kann ich mit Ihrer Zustimmung für das Projekt XY rechnen?" Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie in diesem kurzen Moment reflexartig "Ja" sagen, ist sehr hoch.

So trainieren Sie, sich gegen Manipulationen zu wehren

1. Suchen Sie Ihre Trigger

Trigger sind Auslöser, Dinge, auf die Sie emotional reagieren, wie das Gefühl, dazugehören zu wollen, oder die Angst, sich unbeliebt zu machen. Vielleicht ist es auch der Wunsch nach Harmonie oder der Hang zum Perfektionismus und damit die Angst vor Fehlern.

2. Distanzieren Sie sich

Wenn Sie merken, dass einer Ihrer Trigger berührt wird und Sie emotional darauf reagieren, nehmen Sie Abstand. Sagen Sie sich, dass es nicht real ist und Sie jetzt nicht darauf reagieren müssen. Eine gute Aussage, um nicht sofort in die Falle zu tappen, ist: "Ich überlege es mir." Damit haben Sie genug Zeit zu prüfen, ob es sich um eine Manipulation handelt oder nicht.

3. Hören Sie auf Ihre innere Stimme

Wenn Sie in einer Situation ein komisches Gefühl haben, dann vertrauen Sie darauf. Lassen Sie sich in solchen Momenten auf keinen Fall zu einer Entscheidung hinreißen. Doch genau das wird Ihr Kollege versuchen. Er benötigt schnell eine Antwort, weil er weiß, dass Sie später seine Manipulation entlarven könnten.

4. Werden Sie zu einem aufmerksamen Beobachter

Beobachten Sie, wenn Ihre Kollegen sich unterhalten. Versuchen Sie herauszufinden, wer wen gerade manipuliert und mit welchen Mitteln dies geschieht. Im Laufe der Zeit werden Sie Manipulationsversuche immer schneller erkennen und nicht mehr so leicht darauf hereinfallen.

Dunja Schenk