Nein-Sagen leicht gemacht


Das erfolgreiche Nein-Sagen, das von allen Beteiligten akzeptiert wird, ist vor allem eine Frage der Verpackung. Formulieren Sie Ihre Absage so, dass sich niemand benachteiligt, verletzt oder im Stich gelassen fühlt. Sprechen Sie freundlich, aber bestimmt. Sagen Sie andererseits aber auch klar, was Sie wollen. Statt Ausreden oder Notlügen zu gebrauchen, erklären Sie, warum Sie etwas nicht machen können oder wollen. Sie müssen sich aber nicht ständig rechtfertigen.

Nein-Sagen muss nicht stillos sein

Hart in der Sache, verbindlich im Ton: So kommen Sie selbst beim Nein-Sagen zum Ziel. Verzichten Sie auf verwässernde Formulierungen wie "vielleicht" oder "eigentlich". Je überzeugender und deutlicher Ihr Nein beim Gegenüber ankommt, desto eher wird es akzeptiert.

In dem Maße, wie Sie von Ihrer Umgebung Respekt für sich und die Anerkennung Ihrer Bedürfnisse einfordern, müssen Sie Ihrem Umfeld entgegenkommen – auch beim Nein-Sagen. Zeigen Sie Verständnis für das Anliegen der um einen Gefallen bittenden Person. Bleiben Sie aber in der Sache konsequent: Lehnen Sie klar und deutlich ab. Ihr Nein mildern Sie durch den Ton ab. Zusätzlich können Sie Alternativen anbieten, falls Ihnen das möglich ist.

Aber Vorsicht: Wer zu schnell Ja sagt, ist den Tricks seiner Umgebung oft hilflos ausgeliefert. Hier finden Sie einige typische Beispiele, mit denen Arglose immer wieder geködert werden.

Mein Tipp: Formulieren Sie – auch beim Nein-Sagen – Ich-Botschaften. Damit zeigen Sie Anteilnahme am Problem Ihres Gegenübers. Gleichzeitig
machen Sie Ihr eigenes Anliegen deutlich. Die oder der von Ihrem Nein-Sagen Betroffene hat nicht den Eindruck, als wäre Ihr Nein gegen ihre/seine Person gerichtet.

Bieten Sie bereits beim Nein-Sagen Alternativen an

Signalisieren Sie beireits beim Nein-Sagen, dass Sie an einer Lösung des Problems interessiert sind und den Bittsteller „nicht im Regen stehen lassen“. Formulierungen, die Ihr Nein für andere erträglicher machen, wären:

  • "Heute muss ich leider pünktlich gehen. Ich kann aber gerne morgen etwas früher kommen und die Unterlagen für Sie fertig machen."
  • "Ich bin leider nicht der richtige Ansprechpartner für Sie. Ich habe prinzipiell kein Interesse, an telefonischen Umfragen teilzunehmen. Es wäre auch für Sie sicher kein Vergnügen, die nächsten Minuten mit einem genervten Gesprächspartner zu verbringen."
  • "Ich kann dir die Präsentation nicht abnehmen. Aber ich stelle dir gerne meine Unterlagen zu diesem Thema zur Verfügung. Wenn du dann noch eine Frage hast, werde ich dir in einer ruhigen Minute gerne helfen."

So wirkt selbst Ihr Nein-Sagen sympathisch

Nein sagen und trotzdem sympathisch rüberkommen – das schaffen Sie mit dieser unscheinbaren, aber wirksamen Formulierung: "Das passt im Augenblick gerade nicht." Diese Aussage stellt die meisten Fragesteller zufrieden. Die betreffende Person lässt die Bitte daraufhin fallen. Gehen Sie aber nicht inflationär mit dieser Variante um: Je persönlicher eine Beziehung ist, desto weniger glaubwürdig wirkt das zu häufige Anwenden dieser Methode!

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